Peter Jakob Kühn „Jacobus“. Einsteigen, loslegen!
Es ist ungefähr drei Wochen her. Da wurde ich von meinem (bisher) schlechtesten Riesling des Jahres belästigt. Leider kam der aus Sachsen. Aber von einem selbstbewussten Winzer. Immerhin.
Aber das Schicksal lässt mich nicht hängen und einen „Jacobus“ meinen Weg kreuzen. Der Basiswein, means Einsteiger, von Peter Jakob Kühn aus dem Rheingau.
Kurze Fakten. Riesling. Jahrgang 2012. VDP-Gutswein. Ok, geschenkt. Der Wein ist Bio. Gut, auch geschenkt. Sagt nicht zwingend etwas über die Qualität aus. Der Wein ist Demeter. Schon besser, muss aber auch nicht…
Aber, jetzt kommt’s: Der Wein ist gut. Richtig gut!
Schraubverschluss auf. Rein ins Glas. Geht wunderbar ab. Trocken. Saftiges, reifes Obst mit Eisbonbon. Verschwindet schnell im Gaumen und erfrischt wie eine Schorle. Ist aber keine. Denn: Sofort, wie am Gummi gezogen zurückgeschnellt. Mit einem zackigen, fruchtigen Säurebums. Und für einen Basiswein enorm, würzigen Echo einer herben, hausgemachten Zitronenlimonade und einer Hand voll Kieselsteinen. Ich würde ihn vielleicht nicht zuuuu kalt trinken.
Und das für unter zehn Euro. Alles inklusive. Ich bin entzückt!
Bleibt nur noch eine Frage: Warum soll ich für einen Riesling (siehe oben) mit deutlich schwächeren Parametern, 50% weniger Qualität, knapp 50% mehr ausgeben?
Direkt beim Weingut für geschmeidige Neuneurodreißig oder aber bei diversen Weinhändlern für immer noch knapp unter zehn Euro.
Weingut Peter Jakob Kühn
Mühlstraße 70
65375 Oestrich-Winkel
www.weingutpjkuehn.de
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